Statt „Du bist immer…“ lieber „Ich bemerke Anspannung in mir, wenn ich dich schweigen sehe. Wie ist es gerade für dich?“ So wird nicht diagnostiziert, sondern eingeladen. Gefühle werden greifbar, ohne etikettiert zu werden. Diese Haltung reduziert defensives Verhalten, erleichtert Klarheit und bringt auch leise Nuancen zur Sprache, die sonst untergehen würden.
In drei Schritten: aufnehmen, spiegeln, nachfragen. „Ich höre, dass der Mathetest dich stresst. Habe ich richtig verstanden, dass dir die Zeit fehlte?“ Dann eine kleine Pause. Dieses Micro-Listening befriedigt das Bedürfnis nach Gesehenwerden. Oft genügt es bereits, um Nervosität zu senken und die Energie Richtung Lösungsraum statt Rechtfertigung zu lenken.
Check-ins sind kein Zauberstab, der Streit verhindert. Aber sie verschieben den Ton. Vereinbart ein Codewort – etwa „Reset“ – und atmet gemeinsam drei Mal, bevor ihr weiterredet. So schützt ihr das Band zwischen euch. Danach nur eine Frage: „Was brauchst du gerade von mir?“ Diese Fokussierung macht Diskussionen kürzer und Beziehungen robuster.
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